Monday, 6. july 2009
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21:07
... fing gestern mit dem Klingeln des Weckers an. 03:00 Uhr am Morgen, eigentlich hätte ich den Wecker gar nicht gebraucht. Aufstehen, Früstück und ab nach Frankfurt, Auto in der Innenstadt
abgestellt und mit dem Shuttle-Bus an den Langener Waldsee.
Habe mich dann auch gleich zu meinem Platz in der Wechselzone gemacht, Rad nochmal überprüft und Luftdruck kontrolliert, um mich herum war emsiges Treiben und jeder Athlet mit sich und seinen
Gedanken beschäftigt. Neoprenanzug anziehen - dann lief ich langsam Richtung See. Den Sandstrand runter, umgeben von den anderen Startern und den Zuschauern - das ist Gänsehautfeeling pur. Der
Moderator und die Musik tun ihr übriges dazu.
Der Startschuss für die Profis und weitere 300 Altersklasseathleten fiel um 06:45 Uhr, für mich ging es ja erst um 07:00 Uhr los. Ich ordnete mich ziemlich aussen an der Startlinie ein, um dem
Gehaue und Gesteche nach dem Start zu entgehen. Dann Nationalhymne und Startschuss - es ging los. Bis zur ersten Kehre gab´s schon die ein oder andere
"Meinungsverschiedenheit",
ehe ich in meinen Ryhtmus kam. Beim Landgang schaute ich auf meine Polar - 33:43 Minuten - weiter in die zweite Runde. Ich hatte ein gutes Gefühl und konnte meinen Ryhtmus behalten, immer darauf
geachtet so lange wie möglich zu "gleiten" und einen langen Arm zu machen. Dann war auch schon der Schwimmausstieg da. Über den Sandstrand den Hügel hoch, Neo bis zur Hüfte aus, rechts und links
wieder die Zuschauer, das treibt den Puls an, wieder der Blick auf meine Polar - 01:00:44 Std, so schnell war ich noch nie. Das Training bei
Claudi hat sich also doch gelohnt, vor zwei Jahren lernte ich das Kraulen erst bei ihr bei einem Einsteiger-Kurs.
Schon vor dem Wettkampf "drohte" sie damit, kein Schwimmtraining mehr bei der TSG zu geben, sollte ich vor ihr beim
IRONMAN aus dem Wasser steigen...
Liebe Claudi, das kannst du uns nicht antun, schließlich bestätigt das nur dein Training
Dann Wechsel auf´s Rad - bis Frankfurt rein erstmal rollen lassen, Puls runter kriegen und probieren schön locker zu kurbeln. Vorbei am Museumsufer, an der Wechselzone 2 vorbei und die Hanauer
Landstrasse raus, durch Bergen-Enkheim, raus nach Hochstadt über´s Kopfsteinpflaster, hier nun ein Tipp von mir; sollte jemand Ersatzteile für sein Rad benötigen, der sollte sich nächstes Jahr als
Zuschauer dort einfinden. Die weitere Strecke ist ja bekannt - mit all den Stimmungsnestern gesäumt von Fan´s und Zuschauern. Nach gut 6 Stunden hatte ich die 180 Kilometer Rad hinter mir und
konnte zum abschließenden Marathon wechseln.
Vier Runden am Mainufer entlang, a 10,5 Kilometer, ehe man den Römerberg hochlaufen darf. Die ertsen zwei Kilometer ging ich viel zu schnell an, bremste mich dann und probierte mein Tempo zwischen
6min/km bis 6:10min/km laufen zu können, was mir bis zur Halbmarathon-Grenze auch gelang. Dann kam der Einbruch, die Hitze und mein rechter Oberschenkel machten mir zu schaffen. Es war brütend warm
auf der Laufstrecke und ich nahm jede Verpflegungsstelle an, um meine Körpertemperatur zu senken. Bei Kilometer 23 überholte mich dann mein Trainingskollege Peter, ich rechnete schon auf dem Rad
damit; immer wieder musste ich Geh-Pausen einlegen, die letzten 1 1/2 Runden waren einfach nur schwer. Ein letztes Mal an der Verpflegungsstelle 7 vorbei, die mit von
unserer Abteilung betreut wird, Peter lief noch ein Stück mit mir, ehe ich dann abbiegen durfte.
Es ist ein total geiles Gefühl, diesen roten Teppich hochzulaufen, jegliche Anspannung fällt von einem ab...
Nach 12:39: 24 Stunden bin ich im Ziel - ich bin ein
IRONMAN!!!
Ganz herzlich möchte ich mich bei allen bedanken,
die mich an der Strecke angefeuert und unterstützt haben,
ohne euch wäre es noch ein Stück schwerer gewesen!!!
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